Freitag, 21. März 2014

Vertigo & Muskelfieber

Die vergangenen Tage seit meinem letzten Post geben durchaus Stoff zum Erzaehlen, fuer Geschichten. Diese Tage habe ich sogar in solch einer Art und Weise verbracht, dass ich mich fragen muss, ob ich nicht ein wenig laenger in diesem Bergdorf bleiben moechte. Mittlerweile habe ich alles, was ich brauche: Arbeit, Freunde, Essen, Schnee auf den Bergen und dieses Gefuehl des "sich heimisch fuehlen". Ich weiss aber auch, dass ich wieder nach Deutschland kommen muss, schon alleine aus dem Grund, dass diese Geschichten, die hier gelesen (oder eben nicht gelesen) werden koennen um einige Dimensionen reicher werden, wenn man sie an einem langen Abend und einem Bier erzaehlt. Ich bin mir auch sehr sicher, dass ich entschlossen(er) und tatkraeftig(er) nach Deutschland zurueckkehren werde, um ein Held zu werden ;)

 Genug dem Gerede, ihr wollt was sehen, was lesen.


Wer diese Herrschaften in diesem Bild nicht kennt: Das sind meine Eltern und ich. Fuer eine Woche durfte ich sie ein wenig herumfuehren. Im Gegenzug habe ich einen Geschmack Heimat bekommen.
Ausserdem ist das Grinsen auf meinem Gesicht wirklich echt ;)

Die Tage waren kalt, -25 Grad Celsius. Der Kaelte zum Trotze gingen wir trotzdem auf die Piste, und das war auch gut so. Nur ein einziges Mal habe ich Pause gemacht vom Alpensport; fuer mich ist es ja nur ein halber Urlaub.





















Kalt und Stahlblau. An Tagen wie diesen scheint Cascade Mountain geradezu auf Banff herabzufallen.
Auch wenn es verdammt kalt ist, auch wenn ihr ein solches Foto schon einmal gesehen habt, faellt es nicht schwer, sich zu verlieben.



















Wie man hier sehen kann bin ich mit meinen Eltern meistens auf schoen planierten Pisten gefahren. Kalt und eisig, noch keine Spur vom beruehmten Champagne Powder der Rockies. Trotzdem habe ich schon da gemerkt, dass mein Koerper die Kaelte besser abhaben kann und ich soweit trainiert wurde, dass das Snowboard sozusagen ein Teil meines Koerpers geworden ist. Kurven koennen enger geschnitten werden, Geraden schneller erobert werden. Der Berg ist mein.

Danach kam der Schnee. Ja sogar so viel ,dass ich keine Zeit fuer etwas anderes als snowboarden, schlafen und arbeiten hatte. Zum ersten mal in dieser Saison habe ich diesen suessen Zuckerguss namens deep powder erlebt- prickelnd wie Sekt, aber koeniglich wie Champagner. In den Alpen ist es meiner Meinung einfach nicht moeglich den Berg so zu wagen wie man es hier kann, zumindest habe ich es noch nie gemacht ;) Ich habe naemlich herausgefunden, dass man fuer den wirklich tiefen, guten und lockeren Puderschnee auch mal abschnallen muss, und gegebenenfalls auch ein paar Minuten wandern muss. Des Wandern ist des Reisenden Lust, zumindest fuer mich, mittlerweile. Ich bin sozusagen auf den Geschmack gekommen ,dass zu einer ausgewogenen Bergerfahrung auch das Wandern dazu gehoert.

So viel ersteinmal von mir. Wie, ihr habt mehr erwartet? Keine Angst, es ist so viel passiert, dass ich tatsaechlich ein wenig aufteilen muss. Ich will euch schliesslich nicht mit Tinte und Buchstaben erschlagen. Der naechste Post kommt bestimmt, zuegig, denn ich muss nicht darauf warten, dass etwas passiert. Es ist schon Geschichte.

Also: Lebt gluecklich in den Tag hinein und waermt euch am Fruehling, ihr Banausen!



Kommentare:

  1. Samstag Sonne pur und blauer Himmel, über Nacht 60cm Powder und Gestern nochmals Powder und der Meter war voll - Schnee soweit das Auge reicht in Zauchensee und sehr viel Spass - sowas gibt's eigentlich nur in Kanada. Was gefehlt hat? hm - das alles rasant schnell durchgeackert wurde und ich heut wieder in die Arbeit musste. ciau Astrid - also geniess es weiter, ich hab ein paar laaaaange Jahre auf das hier warten müssen !!!!!!

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